An jenem verdammten Samstag…..in Münnerstadt

Rene (re.) erfolgreich in Münnerstadt
Rene (re.) erfolgreich in Münnerstadt

Nach dem „Getting Tough The Race“ Hindernislauf im Dezember letzten Jahres galt es nun für René Pehlemann von der Laufarena Allgäu die „Hölle von Münnerstadt“ zu überwinden. Schon im Vorfeld war klar, dass die 28 km ein ganz hartes Stück Arbeit beim „Braveheart Battle 2015“ werden sollten. Von den geplanten 3000 Startern gingen nur ca. 2500 an den Start und von diesen schafften nur 66%  die Ziellinie in den vorgegeben 5:30 Stunden zu überqueren. „Noch ein bisschen härter, noch ein bisschen schmerzvoller“, hatte der Veranstalter den Dauerläufern am Start ein Rennen angedroht, wie sie es in der Vorrhön noch nie erlebt hatten.

Angefeuert von den mitgereisten Fans und zahlreichen Zuschauern entlang der Strecke, war es von der ersten Minute an eine wahre Schlacht mit ca. 55 natürlichen und künstlichen Hindernissen. Von allen bisherigen Braveheart Battle Veranstaltungen, die seit 2010 ausgetragen werden, war dieser Run der bisher anspruchsvollste Extrem-Lauf durch dicken Schlamm, eiskaltes Wasser, knackigen Anstiegen und nur mit eisernem Willen und vor allem mit viel Teamgeist zu meisterten. Dies lag vor allem an den zahlreichen Wasserhindernissen, die wegen des hohen Wasserstandes des Flusses Lauer (der insgesamt 14mal durchquert wurde) deutlich anstrengender als im Vorjahr waren.

Als wohl fordernstes Hindernis machte das berüchtigte „Loch Ness“, bei dem man in der eiskalten Lauer 200 Meter schwimmen und dabei noch unter drei Schlauchbooten der Bundeswehr hindurch tauchen musste, allen Läufern extrem zu schaffen. Bei einer Wassertemperatur von nur zwei Grad kam dieses Hindernis einer Abkühlung im Polarmeer gleich. „Ich habe alles gegeben und gefightet“, erklärt René. Immer wieder musste das kühle Nass überwunde werden.  Aber gerade hier zahlt sich richtiges Training aus. Weitere kräfteraubende Hindernisse waren die Schlammgruben, die es nur gemeinsam zu überwinden galt und auch die zahlreichen Kriech- und Krabbelhindernisse.

Aber da sich alle Starter stets als verschworene Schicksalsgemeinschaft verstehen, meisterten sie im Teamwork auch diese Hindernisse. „Es war einfach eine super Stimmung an jeder Station, ob in Münnerstadt oder auch beim Scheunenhindernis bei Bauer Edi“, bestätigt René. Kräfteraubend gestaltete sich ebenfalls das ständige auf und ab beim „Masterchief Hill“ in bergigem Gelände. So mussten viele Läufer wegen Unterkühlung, Erschöpfung und von Krämpfen geschüttelt vorzeitig die Segel streichen.

Gesamtsieger beim Braveheartbattle 2015 wurde Hagen Brosius vom Team „Harzer Keiler“, der nach 2:42:57 Stunden die Ziellinie überquerte. Die schnellste Frau, Susanne Kraus von Getting Tough e.V., war kaum langsamer und siegte nach 3:00:57 Stunden.

René kam auf Platz 614. (von 2114 Männern) von insgesamt 2349 Finishern im Ziel an. Zu diesem sehr guten Ergebnis und seiner Zielzeit von 4:36:15 Stunden kann man nur gratulieren. Der nächste Wettkampf für den Extremsportler René ist der „Allgäu Man“, welcher  am 21. März erstmalig in Füssen ausgetragen wird. Hier gilt es 16 km am und durch den Forggensee zu bewältigen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Aktuelles

Peter Herrmann läuft erfolgreich beim Wien Halbmarathon in 01:44 Std.

Unser Lauftreff findet ab sofort jeden Mittwoch um 18:30 Uhr am Trendsportzentrum in Nesselwang statt. In dessen Rahmen läuft auch das Projekt "Lauf10" des BR.